Zwischen Vorderbühne und Hinterbühne

Beiträge zum Wandel der Geschlechterbeziehungen in der Wissenschaft vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Bekräftigt die Wissenschaftsforschung vor allem die Binnendynamik der Wissenschaft und blendet dabei häufig die Wirksamkeit des Geschlechterunterschieds aus, so verkennt die Geschlechterforschung oftmals den Eigensinn des wissenschaftlichen Kontextes, wenn für sie nur der Geschlechterunterschied zählt. Die Beiträge dieses Bandes schlagen einen anderen Weg ein, wenn sie die Dynamik zwischen der Vorderbühne der Wissenschaft und der Hinterbühne des Familiensystems erkunden. Dass und wie eng die Kultur der Wissenschaft mit Geschlechterkonzepten verschränkt ist, diskutieren sie anhand verschiedener Sequenzen von der Frühen Neuzeit bis heute. Dabei wählen sie unterschiedliche methodische Zugänge, die von der Architekturgeschichte über den Vergleich statistisch hoch aggregierter Daten bis zur Interpretation historischer Quellen reichen.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Vorwort

    Seiten 7 - 12
  4. Instabile Beziehungen. Die kulturelle Dynamik von Wissenschaft und Geschlecht

    Seiten 13 - 38
  5. Ständisch-korporatives Konzept. Netzwerke und Familienbeziehungen

    Weder öffentlich noch privat: Mathematik im Frankreich des frühen 17. Jahrhunderts

    Seiten 41 - 72
  6. Familiennetzwerke und Familienprojekte in Frankreich um 1800

    Seiten 73 - 80
  7. Differenzkonzept. Familienökonomie in der modernen Wissenschaft

    Wirtschaften mit der Geschlechterordnung. Ein Essay

    Seiten 83 - 108
  8. Die wissenschaftliche Persona. Arbeit und Berufung

    Seiten 109 - 136
  9. Eine angemessene Häuslichkeit? Frauen und die Architektur der Wissenschaft im 19. Jahrhundert

    Seiten 137 - 158
  10. Von der Ausnahme zur Normalität? Wissenschaftlerinnen in Akademien und in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (1912-1945)

    Seiten 159 - 188
  11. Inklusionskonzept. Konvertierung von Leistung in Anerkennung

    Der Matthäus Matilda-Effekt in der Wissenschaft

    Seiten 191 - 210
  12. Die Objektivität der Wissenschaft und die Partikularität des Geschlechts. Geschlechterunterschiede im disziplinären Vergleich

    Seiten 211 - 238
  13. Geschlecht, Lehrende und Promotionsstudium in den Natur- und Ingenieurwissenschaften

    Seiten 239 - 258
  14. Strukturmerkmale universitärer Personalselektion und deren Folgen für die Beschäftigung von Frauen

    Seiten 259 - 278
  15. Frauen in der Wissenschaft - Frauen und Wissenschaft. Liberale und radikale Perspektiven in einem globalen Rahmen

    Seiten 279 - 306
  16. Anhang

    Die AutorInnen

    Seiten 309 - 312
  17. Textnachweise

    Seite 313
  18. Backmatter

    Seiten 314 - 315
Mehr
25,80 € *

2003-04-27, 314 Seiten
ISBN: 978-3-89942-118-7

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Theresa Wobbe

Theresa Wobbe, Universität Erfurt, Deutschland

»Souverän fächert Wobbe die Frage, in welcher Hinsicht der Geschlechterbezug in der Wissenschaft sozial bedeutsam sei, theoretisch auf. [Auf] jeden Fall lohnt dieser Band die Lektüre.«
Sylvia Mieszkowski, www.querelles.net, 13/7 (2004)
Autor_in(nen)
Theresa Wobbe (Hg.)
Buchtitel
Zwischen Vorderbühne und Hinterbühne Beiträge zum Wandel der Geschlechterbeziehungen in der Wissenschaft vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
314
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-89942-118-7
DOI
Warengruppe
1724
BIC-Code
PDR JFSJ PDX
BISAC-Code
SCI075000 SOC032000 SCI034000
THEMA-Code
PDR JBSF PDX
Erscheinungsdatum
2003-04-27
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Wissenschaft
Adressaten
Wissenschaftssoziologen, Allgemeine Soziologen, Wissenschaftsforscher, Historiker, Kulturwissenschaftler
Schlagworte
Wissenschaft, Forschung, Gender, Arbeitssystem, Wissenschaftssoziologie, Gender Studies, Wissenschaftsgeschichte, Geschlechtergeschichte, Soziologie

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