Re/produktionsmaschine Kunst

Kategorisierungen des Körpers in den Darstellenden Künsten

Geschlecht, Ethnizität, Behinderung – tradierte Kategorisierungen wie diese werden nicht nur gesellschaftlich intensiv diskutiert. Auch in Theorie und Praxis der Darstellenden Künste sind sie ein aktuelles Thema. Der breit angelegte Band geht dem Verhältnis von sozialer Differenzierung und ästhetischer Praxis vor dem Hintergrund der jeweiligen Produktions- und Rezeptionsbedingungen nach. So eröffnen sich vergleichende Perspektiven auf gegenwärtige und historische Phänomene des institutionellen Theaters, der freien Szene und der Performance-Kunst. Zugleich geben die Beiträge einen Überblick über aktuelle Forschungstendenzen an der Schnittstelle zwischen Differenz-, Kultur- und Theaterwissenschaft.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort

    Seiten 9 - 12
  4. Re/produktion und Theaterwissenschaft

    Kategorienwechsel

    Seiten 15 - 30
  5. Re/produktionsmaschine Theaterwissenschaft

    Seiten 31 - 50
  6. Dispositive professionellen Schauspielens

    Seiten 51 - 60
  7. Nichtkönnen, Nichtverstehen

    Seiten 61 - 74
  8. PhänoGenoMene

    Seiten 75 - 88
  9. Kategorisierung Flüchtling

    Seiten 89 - 102
  10. Schauspielen und/als Kritik

    Seiten 103 - 114
  11. Institutionelle Re/produktionsmechanismen

    Schauspieler/innen zwischen Institution und Profession

    Seiten 117 - 132
  12. Der Joker im Ensemble

    Seiten 133 - 146
  13. Junge Kunst oder wahre Kunst?

    Seiten 147 - 160
  14. Re-/Produktionsmaschine Bürgerbühne?

    Seiten 161 - 174
  15. Alternative Inszenierungsstrategien

    Pascha(s) auf dem Prüfstand

    Seiten 177 - 192
  16. Cross-Dressing und Queerness auf der Bühne

    Seiten 193 - 204
  17. Address unknown - Return to Sender

    Seiten 205 - 216
  18. Mentale und materielle Schubladen

    Seiten 217 - 228
  19. Re/produktion im Kontext Tanz

    »Das große Gesetz der Wiederholung …«

    Seiten 231 - 244
  20. Offene Manipulation im weißen Akt

    Seiten 245 - 258
  21. Funktionale Körper der Oberfläche

    Seiten 259 - 272
  22. Alternative Körperkonzepte

    Von der Lust im fremden Körper zu denken und zu sein

    Seiten 275 - 286
  23. Der monströse Körper

    Seiten 287 - 298
  24. Dekonstruktion durch Kunst-Paare

    Re-Produktionsmaschine Paar?

    Seiten 301 - 312
  25. »Daß ich eins und doppelt bin?«

    Seiten 313 - 322
  26. Historische Verhandlungen von Gender und Race

    Der Körper Jesu

    Seiten 325 - 338
  27. Bob Taylor, der schwarze Major

    Seiten 339 - 352
  28. Minstrelsy

    Seiten 353 - 364
  29. Zwischen Erscheinen und Verschwinden

    Seiten 365 - 378
  30. Praktiker/innen in der Diskussion

    Re/produktionsmaschine Theater?

    Seiten 381 - 398
  31. Beiträger/innen

    Seiten 399 - 408
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2017-08-10, 408 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3684-0

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Friedemann Kreuder

Friedemann Kreuder, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

Ellen Koban

Ellen Koban, Kultur- und Kreativwirtschaft Heidelberg, Heidelberg, Deutschland

Hanna Voss

Hanna Voss, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil es den genuin künstlerischen und avantgardistischen Impetus der Darstellenden Künste mit ihren praktischen, strukturellen und historischen Voraussetzungen konfrontiert. So wird in aller Vielschichtigkeit ersichtlich, inwiefern die ›Re/produktionsmaschine Kunst‹ nicht nur ›neue‹ und ›andere‹ Körperlichkeiten erschafft, sondern oft zugleich ›alte‹ und vermeintlich überkommene Darstellungsweisen von und Blickweisen auf Geschlecht, Ethnizität und Behinderung tradiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Beiträge des Bandes werfen auch einen Blick ›hinter die Kulissen‹ und zwar sowohl vom institutionellen Theater, von freien Produktionen und Paar-Performances als auch von Minstrelshows, ›postmigrantischem‹, ›queerem‹ und ›disabled‹ Theater. Durch scharfsinnige Analysen dieser unterschiedlichen Phänomene ergeben sich vergleichende Perspektiven auf die Produktion und Rezeption von Kunst und Künstler_innen im Feld der Darstellenden Künste.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und theaterpraktischer Diskurse trägt der Band zu einer wissenschaftlich fundierten und (selbst-)kritischen Reflexion des komplexen Verhältnisses von sozialer Differenzierung und ästhetischer Praxis bei. Darüber hinaus dokumentiert und bekräftigt er die gegenwärtige Tendenz in der Theaterwissenschaft, das für diese Disziplin einst konstitutive Aufführungsparadigma zu hinterfragen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Neben einer Weiterführung und Vertiefung des wissenschaftlichen Diskurses wäre eine ›Rückkehr‹ in die Praxis spannend: Wie reagieren die Künstler_innen, die Produzent_innen und die Rezipient_innen selbst auf diese Perspektivierung? Die abgedruckte Podiumsdiskussion gibt hierfür erste Anhaltspunkte.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mit Blick auf ›die Körper‹ liefert der Band wertvolle Erkenntnisse zu den verschiedenen Produktions- und Rezeptionsbedingungen in den Darstellenden Künsten.

»Der Band [stellt] für zahlreiche (theater)pädagogische Themen [...] theaterwissenschaftliche Analysen zur Verfügung, die nochmal einen ganz anderen Blick auf pädagogisch eigentlich (alt)bekannte Themen [werfen], womit eine Tür für inter- und transdisziplinäre Forschung geöffnet wird.«
Pierre-Carl Link, Zeitschrift für Theaterpädagogik, 10 (2018)
Autor_in(nen)
Friedemann Kreuder / Ellen Koban / Hanna Voss (Hg.)
Buchtitel
Re/produktionsmaschine Kunst Kategorisierungen des Körpers in den Darstellenden Künsten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
408
Ausstattung
kart., Klebebindung, 9 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-3684-0
DOI
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN ASD JHB
BISAC-Code
PER011020 PER003000 SOC022000
THEMA-Code
ATD ATQ JHB
Erscheinungsdatum
2017-08-10
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Körper, Theater, Tanz
Adressaten
Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft, Performance Studies, Gender Studies, Postcolonial Studies, Disability Studies, Soziologie sowie Praktiker_innen aus dem Bereich Theater
Schlagworte
Theater, Institution, Performance, Gender, Ethnizität, Behinderung, Darstellende Künste, Soziale Differenzierung, Ästhetische Praxis, Produktionsbedingungen, Rezeptionsbedingungen, Tanz, Körper, Theaterwissenschaft

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