Freiwilliges Engagement und soziale Benachteiligung

Eine biografieanalytische Studie mit Akteuren in schwierigen Lebenslagen

Der aktuelle Diskurs um freiwilliges Engagement berücksichtigt vor allem Akteure, die der sogenannten Mittelschicht angehören. Sandra Meusel lädt hingegen dazu ein, sich der Lebenswelt sozial benachteiligter Freiwilliger anzunähern.

In differenzierten Fallportraits, die auf biografisch-narrativen Interviews und Familiengenogrammen basieren, zeigt sie systematisch auf, wie sich das Engagement im biografischen Verlauf herausbildet. Anhand von Typenbildungen verdeutlicht sie die spezifisch biografische Bedeutung der freiwilligen Tätigkeiten und diskutiert Handlungsmöglichkeiten für die soziale Arbeit und die Sozialpolitik.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 10
  3. Einleitung

    Seiten 11 - 14
  4. Teil A. Theoretischer Rahmen

    1. Freiwilliges Engagement

    Seiten 15 - 46
  5. 2. Soziale Benachteiligung

    Seiten 46 - 64
  6. Teil B. Stand der Forschung

    1. Quantitative Studien

    Seiten 65 - 69
  7. 2. Qualitative Studien

    Seiten 69 - 80
  8. 3. Diskussion der Zentralen Ergebnisse bisheriger Forschungsarbeiten und offene Fragen

    Seiten 80 - 94
  9. Teil C. Forschungsprozess

    1. Auswahl des Forschungsdesigns

    Seiten 95 - 96
  10. 2. Biografietheoretische Grundlagen

    Seiten 97 - 99
  11. 3. Datenerhebung

    Seiten 99 - 106
  12. 4. Auswertung der Daten

    Seiten 107 - 114
  13. Teil D. Fallportraits

    1. Fallportrait: Kerstin Larsell

    Seiten 115 - 139
  14. 2. Fallportrait: Hanne Zeutsch

    Seiten 139 - 158
  15. 3. Fallportrait: Lutz Rommel

    Seiten 158 - 176
  16. Teil E. Wirkungszusammenhänge bei der Herausbildung freiwilligen Engagements und Typenbildung

    1. Individuelle Merkmale

    Seiten 177 - 189
  17. 2. Familiäre Disposition: System Herkunftsfamilie

    Seiten 189 - 198
  18. 3. Sozialräumliche und Gesellschaftliche Einflüsse

    Seiten 198 - 208
  19. 4. Typen der Engagementherausbildung

    Seiten 208 - 214
  20. Teil F. Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse und Schlussfolgerungen für Sozialarbeit und Sozialpolitik

    1. Ergebnisse in Bezug auf die Individuelle Biografische Entwicklung

    Seiten 216 - 224
  21. 2. Ergebnisse in Bezug auf die Familiären Einflüsse

    Seiten 225 - 231
  22. 3. Ergebnisse in Bezug auf die Sozialräumlichen und Gesellschaftlichen Zusammenhänge

    Seiten 231 - 240
  23. 4. Fazit

    Seiten 240 - 242
  24. Literatur

    Seiten 243 - 264
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32,99 € *

2016-04-26, 264 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3401-3

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Sandra Meusel

Sandra Meusel, Sozialpädagogin, Deutschland

... mit Sandra Meusel

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Dieses Buch nimmt das freiwillige Engagement sozial benachteiligter Menschen in den Blick, und zwar aus ressourcenorientierter Perspektive: Es werden die Wirkungszusammenhänge analysiert, welche die Herausbildung freiwilligen Engagements begründen. Zweifellos bestehen zahlreiche Hürden und Hindernisse, welche Akteuren in schwierigen Lebenslagen

den Zugang zum freiwillig Tätigwerden verwehren. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die sich trotz widriger Umstände dazu entscheiden, etwas für die Gesellschaft zu tun. Und genau um diese Menschen geht es in dem Buch. Zunächst wird deren subjektives Erleben fokussiert, um dann im Sinne der Qualitativen Sozialforschung allgemeine theoretische Zusammenhänge zu diskutieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Indem die Lebenszusammenhänge und biografischen Hintergründe von Akteuren in schwierigen Lebenslagen analysiert werden, wird ein spezifisches Verständnis ihrer Sinn- und Handlungsmuster eröffnet. Daraus wird deutlich, wie das freiwillige Engagement biografisch begründet sein kann. Dabei wird nicht nur die individualbiografische Perspektive eingenommen. Im theoretischen Teil der Studie wird u.a. die Rolle benachteiligter Gruppen im Verlauf der Entwicklung der Zivilgesellschaft fokussiert. Außerdem ergibt die Analyse des Datenmaterials Erkenntnisse zum Einfluss intergenerativer familiärer Handlungs- und Entscheidungsmuster.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Im Prozess der Transformation des Sozialen wird freiwilliges Engagement als mögliche Ergänzung beispielsweise für soziale Dienste diskutiert. Die Frage nach geeigneten und erforderlichen Rahmenbedingungen auf der Ebene der Sozialpolitik ist wesentlicher Bestandteil der Debatte. Insofern steuert das Werk wichtige theoretische Befunde zur biografischen Herausbildung freiwilligen Engagements bei und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Das Thema freiwilliges Engagement ist existenziell für die Ausgestaltung einer demokratischen Gesellschaft und sollte von daher noch stärker Gegenstand öffentlicher Debatten sein. Im Gespräch mit Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft könnten bspw. erforderliche Rahmenbedingungen für bessere Zugänge zum Engagement diskutiert werden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Finden sozial benachteiligte Menschen Zugang zum freiwilligen Engagement, eröffnet dies Entwicklungschancen für sie persönlich und gleichzeitig entsteht ein Gewinn für die Gesellschaft.

»Das Buch kann wichtige Anstöße für neue Handlungsstrategien für Akteure der Sozialarbeit und -politik geben.«
Anna Rohde, www.socialnet.de, 10.08.2016
Besprochen in:

neue caritas, 12 (2016)
Rundbrief des Begegnungszentrums für aktive Gewaltlosigkeit, 157/2 (2016)
Zivilgesellschaft Info, 1 (2016)
Soziale Arbeit, 10 (2016)
Sozial Extra, 6 (2016), Verena Assner
Autor_in(nen)
Sandra Meusel
Buchtitel
Freiwilliges Engagement und soziale Benachteiligung Eine biografieanalytische Studie mit Akteuren in schwierigen Lebenslagen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
264
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-3401-3
DOI
Warengruppe
1727
BIC-Code
JFFM JPW JHB
BISAC-Code
SOC050000 POL003000 POL010000 SOC026000
THEMA-Code
JBFQ JPW JHB
Erscheinungsdatum
2016-04-26
Auflage
1
Themen
Zivilgesellschaft, Soziale Ungleichheit, Politik
Adressaten
Soziale Arbeit, Sozialpolitik, Erziehungswissenschaften, Psychologie, Soziologie
Schlagworte
Freiwilliges Engagement, Biografieforschung, Ostdeutschland, Engagementförderung, Gesellschaft, Zivilgesellschaft, Ehrenamt, Politik, Soziale Ungleichheit, Lebensstil, Familie, Familiensoziologie, Soziologie, Politische Soziologie, Sozialarbeit

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