Ausstellen und Vermitteln im Museum der Gegenwart

Wie verändert sich Museumsarbeit, wenn Ausstellen und Vermitteln als integriertes Konzept verstanden werden?

Im Kontext der kritischen Museologie befragen Museen ihre gesellschaftliche Rolle und entwerfen sich als Orte des Wissensaustauschs und einer beteiligungsorientierten Verknüpfung von Geschichte und Gegenwart. Vermittlung versteht sich dabei als eigenständige Praxis, welche Ausstellungen und Institutionen hinterfragt, erweitert und verändert.

Der Band versammelt Beiträge internationaler Vertreter_innen verschiedener Museumstypen, die Einblick bieten in die vielfältigen Positionierungen und die Übersetzung der »großen Entwürfe« in die Praxis.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort

    Seiten 9 - 12
  4. Ausstellen und Vermitteln als Erweiterung des Displays

    Einleitung

    Seiten 15 - 18
  5. Den Radius erweitern

    Seiten 19 - 32
  6. Ausstellen & Vermitteln als integriertes Konzept

    Seiten 33 - 46
  7. Im Dialog mit den Besuchern

    Seiten 47 - 56
  8. Puzzle

    Seiten 57 - 68
  9. Kuratieren auf dem Weg zu einer neuen Beziehung zwischen Menschen, Orten und Dingen

    Seiten 69 - 80
  10. Ausstellen und Vermitteln als Erweiterung des Museums

    Einleitung

    Seiten 83 - 86
  11. Identität und Zweideutigkeit

    Seiten 87 - 96
  12. Partizipation in Stadtgeschichtemuseen

    Seiten 97 - 108
  13. Migration exponieren

    Seiten 109 - 124
  14. How AccessIting?

    Seiten 125 - 140
  15. Das partizipative Stadtmuseum

    Seiten 141 - 152
  16. District Six Museum

    Seiten 153 - 166
  17. Ausstellen und Vermitteln als gesellschaftliche Intervention

    Einleitung

    Seiten 169 - 172
  18. Contact Zone (Un)realised

    Seiten 173 - 188
  19. Im post-repräsentativen Museum

    Seiten 189 - 202
  20. Die Anatomie eines UND

    Seiten 203 - 222
  21. Wem gehört das Kunstmuseum?

    Seiten 223 - 234
  22. Ausstellen und Vermitteln als Dekolonisierung des Museums

    Einleitung

    Seiten 237 - 240
  23. Wiphala

    Seiten 241 - 254
  24. Dekolonisierung des Mapuche-Museums in Cañete

    Seiten 255 - 266
  25. Bildung in Museen, Community-Vermittlung und das Recht auf Stadt im historischen Zentrum von Quito

    Seiten 267 - 278
  26. »Schön für dich, aber mir doch egal!«

    Seiten 279 - 294
  27. Besucher_in oder Community?

    Seiten 295 - 306
  28. Literatur

    Seiten 307 - 332
  29. Autor/innen und Herausgeber/innen

    Seiten 333 - 338
  30. Abbildungsnachweise

    Seiten 339 - 344
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34,99 € *

2016-12-14, 344 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3081-7

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Carmen Mörsch

Carmen Mörsch, Zurich University of the Arts, Switzerland

Angeli Sachs

Angeli Sachs, Zurich University of the Arts and Museum of Design Zurich, Switzerland

Thomas Sieber

Thomas Sieber, Zurich University of the Arts, Switzerland

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Ausstellen und Vermitteln stehen seit Beginn der Professionalisierung von Museumsarbeit in einem hierarchischen Verhältnis zueinander: Demnach kommt erst die Ausstellung, danach bemüht sich die Vermittlung um eine reibungslose Kommunikation ihrer Inhalte an ein möglichst großes Publikum. Diese Anordnung ist insbesondere in den letzten zwei Jahrzehnten in Bewegung geraten: Die Grenzen zwischen den beiden Arbeitsbereichen werden durchlässiger. Hier setzt diese Publikation an.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die markanten Verschiebungen der Handlungsparadigmen und imaginierten Funktionen von Museen finden sich gegenwärtig noch vorwiegend auf Konzeptebene. In der institutionellen Realität ereignen sich die damit verbundenen Raum- und Handlungserweiterungen graduell: Vor diesem Hintergrund haben wir die Beiträge den Kapiteln ›Ausstellen‹ und ›Vermitteln‹ als ›Erweiterung des Displays‹, als ›Erweiterung des Museums‹, als ›gesellschaftliche Intervention‹ und als ›Dekolonialisierung‹ zugeordnet, die jeweils von einer Einführung begleitet werden. Diese Kategorisierungen möchten wir als heuristische Setzungen verstehen, welche eine Kontextualisierung gegenwärtiger Praxen des Ausstellens und Vermittelns sowohl in der feldinternen Debatte als auch innerhalb gesellschaftlicher Entwicklungen unterstützen sollen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Gegenwärtig wird die gesellschaftliche Rolle von Museen und Ausstellungsinstitutionen in der Forschung und Praxis stark diskutiert. Museen orientieren sich – weg von ihrer starken Fokussierung auf die Objekte – hin zur Gesellschaft, zu den Nutzenden. Sie entwerfen sich als Orte des Wissensaustauschs und als Schauplätze einer beteiligungsorientierten Verknüpfung von Geschichte und Gegenwart.

Die Erkenntnisse der kritischen Museologie haben darüber hinaus zu einem Verständnis von Museen als historisch gewachsene, machtvoll in ein soziales Gefüge intervenierende Akteure beigetragen, die nie neutral sind, sondern sich durch ihr Handeln immer schon gesellschaftlich positionieren. Mit dieser Publikation möchten wir zu einer Diskurs- und Theoriebildung beitragen, die auf der Verhandlung unterschiedlicher Erfahrungszusammenhänge und Wissenstraditionen beruht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

In einem Roundtable mit Teilnehmer_innen von der ICOM bis zu Stadtteilaktivist_innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein vielstimmiges Plädoyer für ein neues Verhältnis von Ausstellen und Vermitteln.

» Die oftmals so undurchlässige Grenzziehung zwischen Museumstypen wird auf erhellende Weise aufgebrochen und unterstreicht, dass unterschiedliche Museen vor ähnlichen Herausforderungen und Fragen stehen. Für die Museumspraxis und praxisorientierte Debatte bietet er so wertvolle Impulse und Forderungen, die weit über die gängige Realität in Museen hinausweisen.«
Joachim Baur, H-Soz-u-Kult, 22.01.2019
»Die Beiträge decken ein sehr breites Spektrum ab. Im Museumsbereich Arbeitende werden hier nicht nur Diskussionsgrundlagen für den eigenen Interessenbereich finden, sondern oft auch auf völlig neue Fragestellungen abseits des eigenen Arbeitsspektrums stoßen. Das kann dann auch den Blick auf den eigenen Bereich erweitern.«
Barbara Hirsch, Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft Wien, 148 (2018)
»Interessante Begleitlektüre für eigene partizipative Projekte!«
Kirsten Münch, Standbein Spielbein, 1 (2018)
Besprochen in:
Bühnentechnische Rundschau, 2 (2017)
Kunst+Unterricht, 413/414 (2017), Jule Jillgärtner
Newsletter Museumsverband Niedersachsen und Bremen, 2 (2017)
www.riff-development.de, 26.06.2017, Carmela Thiele
Autor_in(nen)
Carmen Mörsch / Angeli Sachs / Thomas Sieber (Hg.)
Buchtitel
Ausstellen und Vermitteln im Museum der Gegenwart
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
344
Ausstattung
kart., Klebebindung, 73 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-3081-7
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM JNA
BISAC-Code
ART059000 EDU040000
THEMA-Code
GLZ JNA
Erscheinungsdatum
2016-12-14
Auflage
1
Themen
Museum, Kulturmanagement, Kunst
Adressaten
Museologie, Kunstvermittlung, Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte, Ethnologie, Architektur, Design, Kunst, Museumspädagogik, Kulturmanagement
Schlagworte
Ausstellen, Kuratieren, Museum, Vermittlung, Educational Turn, Kulturmanagement, Museumspädagogik, Museumswissenschaft, Kulturelle Bildung

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