Kulinarisches Kino

Interdisziplinäre Perspektiven auf Essen und Trinken im Film

Oft spielen Essen und Trinken in Filmen eine subtile Rolle: Vom Zuschauer nahezu unbemerkt, sind sie nur lose mit der Handlung verbunden und dennoch unverzichtbar für das Erzählte. Hin und wieder jedoch rücken Speisen sowie ihr Gebrauch ins Zentrum des Films, etwa in Klassikern des kulinarischen Kinos wie »Das große Fressen«, »Brust oder Keule« und »Babettes Fest«.

Der Band versammelt verschiedene Perspektiven auf diese und weitere einschlägige Momente des kulinarischen Kinos. Die Beiträge, u.a. von Peter Peter, Robert Pfaller, Thomas Struck und Thomas Vilgis, diskutieren, auf welche Weise Filme Ernährungspraktiken thematisieren und so Kommentare zu relevanten sozial- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen unserer Zeit darstellen.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Kulinarisches Kino

    Seiten 9 - 24
  4. Kulinaristik und Cineastik als kulturelle Leistungen

    Essen als Nebensache

    Seiten 27 - 44
  5. Kochen als Kunst im Kino

    Seiten 45 - 60
  6. Essen im Kino, Kino im Essen

    Seiten 61 - 70
  7. Brust? Keule? Spaß? Ernst? - Ein einführender Beitrag zu Claude Zidis Brust oder Keule

    Seiten 71 - 82
  8. Von Tricatel ins el Bulli - eine techno-cineastische Wegbeschreibung

    Seiten 83 - 98
  9. Kulinarische Kommunikation im Kollektiv. Ein gastrocineastisches Essay zu Tampopo

    Seiten 99 - 116
  10. Ernährung zwischen Vergesellung und Vergemeinschaftung

    Die Liebe und der Magen. Luhmanns Liebessemantik am Esstisch

    Seiten 119 - 134
  11. Eine ganz besondere Gewürzmischung

    Seiten 135 - 144
  12. Die Delikatesse der Delikatessen

    Seiten 145 - 154
  13. Eine Familie und ihre Körper. Essensbezogene Gebrauchsweisen des Körpers in Louis Malles Eine Komödie im Mai

    Seiten 155 - 172
  14. Cyber-Apfel, Schoko-Netz und die Macht medialer Fiktionalität

    Seiten 173 - 188
  15. Ernährung und Entgrenzung - Diesseits und Jenseits des Menschlichen

    Cinematographische Hedonismuskritik. Entwicklungssoziologische Betrachtungen zu Überfluss und Mangel

    Seiten 191 - 206
  16. Geht es um Leben und Tod oder nur um das kleine Glück? Zu einer Grundsatzfrage des Materialismus

    Seiten 207 - 214
  17. Warum Edward Cullen Diät hält

    Seiten 215 - 232
  18. Kannibalismus und Clownerie im Endzeitszenario

    Seiten 233 - 248
  19. Dunkle Welten - unentrinnbar

    Seiten 249 - 268
  20. Filmverzeichnis

    Seiten 269 - 272
  21. Autorinnen und Autoren

    Seiten 273 - 276
  22. Backmatter

    Seiten 277 - 280
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29,80 € *

2013-03-26, 280 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2217-1

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Daniel Kofahl

Daniel Kofahl, Büro für Agrarpolitik und Ernährungskultur (APEK), Deutschland

Gerrit Fröhlich

Gerrit Fröhlich, Universität Trier, Deutschland

Lars Alberth

Lars Alberth, Leibniz-Universität Hannover, Deutschland

... mit Daniel Kofahl, Gerrit Fröhlich und Lars Albert

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wir wissen nicht, ob die Welt überhaupt Bücher braucht. Aber sie machen, wie auch das Kino, die Welt definitiv schöner. Unser Sammelband trägt hoffentlich dazu bei, dass die Leser und Leserinnen die innige Verbindung von kulinarischem Genießen und Erzählen im Film wahrnehmen, dabei aber nicht vergessen, dass diese Verbindung Grenzen sichtbar macht hinsichtlich dessen, was wir als kulinarisch akzeptieren, und mit welchen Folgekosten dieses Genießen verbunden ist.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch präsentiert sozial- und kulturwissenschaftliche Erörterungen zum kulinarischen Stellenwert von Filmen und wie darin Essen und Trinken als soziale Praktiken und kulturelle Codierungen präsentiert werden. Es beinhaltet darüber hinaus auch Fallstudien zu Genres und Filmen, in denen die grundlegenden Fragen nach sozialer Ordnung und sozialen Ungleichheiten am Anlass ›Essen und Trinken‹ ausgelotet werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch ist ein Beitrag zum interdisziplinären Forschungsfeld der wissenschaftlichen Kulinaristik. Es konzentriert sich auf ein spezielles Detail dieses Bereichs: das Medium Film. Dabei wird die Vernetzung von Disziplinen wie Medienwissenschaft, Philosophie, Physik, Psychologie, Semiotik oder Soziologie realisiert, um sich dem vielschichtigen Phänomen der Ernährung in diesem Massenmedium zu nähern. Die Analysen zum kulinarischen Kino eröffnen unterschiedliche Perspektiven für weitere Kontexte.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit professionellen und Hobbyköchen, mit Ernährungswissenschaftlern und Gastrosophen, mit allen, die sich noch nicht mittels Photosynthese ernähren, sowie mit Menschen, die sich leidenschaftlich mit dem fruchtbaren Problem von Essen und Trinken in der Gesellschaft beschäftigen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wie man Filme mit den Geschmacksknospen aufnimmt – und Geschmackserlebnisse mit den Sehnerven.

»Kulinarisches Kino, so zeigt der vielstimmige Band, regt nicht nur den Bauch an. Es lädt auch dazu ein, die Klassiker des kulinarischen Kinos noch einmal zu sehen. Man darf gespannt sein, ob das Projekt eine Fortsetzung erfährt.«
Nikolai Wojtko, Journal Culinaire, 17 (2013)/www.tartuffel.de, 27.11.2013
Besprochen in:

Epikur, 1 (2013)
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2013
TeachersNews, 06.05.2013
GMK-Newsletter, 5 (2013)
Bremer, 6 (2013)
www.hhprinzler.de, 07.06.2013, Hans Helmut Prinzler
Ernährungs Umschau, 10 (2013), Silke Bartsch
GERMANISTIK, 55/1-2 (2014)
Autor_in(nen)
Daniel Kofahl / Gerrit Fröhlich / Lars Alberth (Hg.)
Buchtitel
Kulinarisches Kino Interdisziplinäre Perspektiven auf Essen und Trinken im Film
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
280
Ausstattung
kart., Klebebindung, 1 SW-Abbildung, 32 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-2217-1
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD APFA JFC JFCV
BISAC-Code
PER004030 SOC022000
THEMA-Code
JBCT ATF JBCC JBCC4
Erscheinungsdatum
2013-03-26
Auflage
1
Themen
Film, Esskultur
Adressaten
Soziologie, Medienwissenschaften, Ernährungswissenschaften, Kunstwissenschaften, Semiotik
Schlagworte
Film, Ernährung, Kultur, Medien, Essen und Trinken, Kultursoziologie, Esskultur, Medienwissenschaft

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