Die politische Ordnung des Flüchtlingslagers

Akteure – Macht – Organisation. Eine Ethnographie im Südlichen Afrika

Weltweit werden Flüchtlinge langfristig in Flüchtlingslagern untergebracht. Heterogene Akteure – UNO, NGOs, Regierungsvertreter, aber auch die Flüchtlinge selbst – bringen ihre Perspektiven, Interessen, Ressourcen und Außenbeziehungen in die Flüchtlingslager ein. Deren politische Ordnung konstituiert sich zwischen interner Machtdynamik und institutioneller Einbettung in das internationale Flüchtlingsregime.

Ausgehend von Neo-Institutionalismus und Theorien der Kasernierung rekonstruiert Katharina Inhetveen diese Ordnung am Fall zweier Lager in Sambia.

Ein innovativer, empirisch fundierter Beitrag zur politischen Soziologie des Flüchtlingslagers.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 10
  3. TEIL I. Gegenstand, Theorie, Methoden

    Kapitel 1. Die Ordnung des Flüchtlingslagers

    Seiten 13 - 24
  4. Kapitel 2. Zum theoretischen Instrumentarium

    Seiten 25 - 38
  5. Kapitel 3. Zum methodischen Vorgehen

    Seiten 39 - 60
  6. Kapitel 4. Meheba und Nangweshi

    Seiten 61 - 70
  7. Kapitel 5. Überblick über die Arbeit

    Seiten 71 - 78
  8. TEIL II Akteure und Akteursbeziehungen im Flüchtlingslager

    Kapitel 6. Formale Strukturen sambischer Flüchtlingslager

    Seiten 81 - 92
  9. Kapitel 7. Nationale Souveränität im internationalisierten Regime

    Seiten 93 - 118
  10. Kapitel 8. NGOs und UNHCR im Flüchtlingslager

    Seiten 119 - 140
  11. Kapitel 9. ,Flüchtling' sein

    Seiten 141 - 164
  12. Kapitel 10. Flüchtlingsvertreter als Intermediäre

    Seiten 165 - 190
  13. TEIL III. Institutionelle Charakteristika humanitärer Kasernierung

    Kapitel 11. Polyhierarchische Strukturen

    Seiten 193 - 212
  14. Kapitel 12. Flüchtlingslager zwischen Freiwilligkeit und Zwang

    Seiten 213 - 252
  15. Kapitel 13. Die dauerhafte Vorläufigkeit von Flüchtlingslagern

    Seiten 253 - 270
  16. Kapitel 14. Importierte Machtstrukturen in Flüchtlingslagern

    Seiten 271 - 312
  17. Kapitel 15. Frei flottierendes Misstrauen

    Seiten 313 - 328
  18. Kapitel 16. Die Veränderung von Kollektiven als institutionelles Ziel von Flüchtlingslagern

    Seiten 329 - 358
  19. Kapitel 17. Leben statt Unterleben

    Seiten 359 - 390
  20. Kapitel 18. Schluss

    Seiten 391 - 406
  21. Literatur

    Seiten 407 - 434
  22. Abkürzungen

    Seiten 435 - 436
  23. Abbildungen

    Seiten 437 - 438
  24. Dank

    Seiten 439 - 440
  25. Backmatter

    Seiten 441 - 444
Mehr
35,80 € *

2010-09-27, 444 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1378-0

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Katharina Inhetveen

Katharina Inhetveen, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

»Die besondere Qualität der Arbeit liegt [...] in der sehr genauen Ethnographie der Akteure und ihrer Beziehungen, in der die wechselseitigen Zuschreibungen und Deutungen, vielfältigen Widersprüche, Spannungen und Ambivalenzen abgebildet werden, die den Alltag in den Lagern prägen.«
Dieter Neubert, Soziologische Revue, 35 (2012)
»Insgesamt wird [...] ein sehr differenziertes Bild von Flüchtlingslagern unter ethnographischen und soziologischen Aspekten entworfen.
[Die Lektüre] ist im Bereich der humanitären Hilfe und speziell in diesem Arbeitsfeld tätigen Fachleuten durchaus zu empfehlen.«
Michael Marx, welt.sichten, 3 (2011)
»Der Autorin ist eine klar strukturierte und dabei sehr facettenreiche Charakteristik der Institution Flüchtlingslager gelungen [..].«
Portal für Politikwissenschaft, 19.01.2011
Besprochen in:

www.iz3w.org, 8 (2011), Kerstin Bischl
Autor_in(nen)
Katharina Inhetveen
Buchtitel
Die politische Ordnung des Flüchtlingslagers Akteure – Macht – Organisation. Eine Ethnographie im Südlichen Afrika
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
444
Ausstattung
kart., Klebebindung, 24 SW-Abbildungen, 1 Farbabbildung
ISBN
978-3-8376-1378-0
DOI
Warengruppe
1732
BIC-Code
JPQB JHB JPS
BISAC-Code
POL028000 POL010000 SOC026000 POL011000
THEMA-Code
JPQB JHB JPS
Erscheinungsdatum
2010-09-27
Auflage
1
Themen
Politik, Migration, Flucht
Adressaten
Soziologie, Ethnologie, Politikwissenschaft, Geographie, Zeitgeschichte
Schlagworte
Flüchtlingslager, Politik, Migration, Organisation, Afrika, Sambia, Migrationspolitik, Politische Soziologie, Internationale Politik, Politikwissenschaft, Soziologie

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